Vitiligo

Behandlung der Vitiligo 

im Sommer/ im Winter... 

zu welcher Jahreszeit ist die Behandlung der Vitiligo am günstigsten?

 

Vitiligobehandlung: 

zu welcher Jahreszeit?  (Grundsätzliches zur UV-Bestrahlung bei der Vitiligo-Berhandlung: siehe „Bestrahlung“) Eine Behandlung der Vitiligo kann zu jeder Jahreszeit begonnen werden. Für die Aspekte, die für einen Vorteil der Behandlung im Sommer sprechen: siehe "Im Sommer"!

Es gibt aber auch einige Argumente, die dafür sprechen, eine Vitiligo-Behandlung im Winter zu beginnen, auch wenn manche erst mit dem nahenden Sommer eindringlicher an ihre Vitiligo erinnert werden, wenn durch leichte Bekleidung wieder mehr Haut ans Licht kommt.

Was spricht für eine Behandlung der Vitiligo im Winter?

Die meisten Argumente für eine Therapie im Winter haben etwas mit der bei jeder Vitiligobehandlung notwendigen UV-Licht-Bestrahlung zu tun:

1. Wenn die UV-Bestrahlung zur Therapie gehört, warum dafür nicht den Winter nutzen, wenn die Sonne ohnedies knapp ist. Diese macht nicht nur einen besseren Taint in dieser "blassen Jahreszeit", sondern liefert uns auch das im Winter knappe Vitamin D für unseren Stoffwechsel. Unsere Haut kann nämlich bei UV-Bestrahlung aus dem Cholesterin körpereigenes Vitamin D herstellen, das wir im Winter ansonsten nur über die Nahrung beziehen könnten (meist tierische Nahrung).

2. Die notwendige UV-Bestrahlung verstärkt den Kontrast zwischen der normal pigmentierenden Haut und den  Vitiligoflecken. Dies ist leider unumgänglich, eine Durststrecke gewissermaßen, da die gesunde Haut schneller bräunt, als die Vitiligoflecken repigmentieren. Dies fällt im Winter nicht so auf, da man auf der Strasse von uns nur das Gesicht und die Hände zu sehen bekommt. Dies lässt sich aber durch ein wenig Kosmetik leicht verbergen. Im Sommer wäre dies schwieriger.

3. Wenn man drei oder vier Wintermonate für die Vitiligo-Therapie nutzen kann, so werden sich, wenn alles gut geht, bis zum Beginn des Sommers bereits genügend Pigmente gebildet haben. Dies bedeutet für die erste Sommersonne: wieder ohne Scheue mehr Haut zu zeigen und weniger Risiko eines Sonnenbrandes auf den Vitiligo-Stellen.

4. Last, not least: viele zu Erkältungen Neigende berichten, dass sie durch die Stoffe zur Therapie der Vitiligo (Vitamine, Spurenelemente etc.) deutlich seltener eine Erkältung bekommen. Eine angenehme "Nebenwirkung ", gerade im Winter.

Vitiligo-Behandlung im Sommer

Welche Vorteile hat eine Behandlung der Vitiligo im Sommer:

Der wesentliche Vorteil der Vitiligo-Behandlung im Sommer ist der, dass gelegentlich (nicht andauernd) die notwendige UV-Bestrahlung (vor allem der UV-A-Anteil der Bestrahlungstherapie) durch ein zeitlich wohlbegrenztes Sonnenbad ersetzt werden kann (mehr dazu weiter unten und insbesondere unter dem Button "UV-Sonnenbestrahlung" )

Und der Nachteil?:

Der Nachteil (eigentlich der einzige) ist der, dass im Sommer, wenn man leicht bekleidet ist oder am Strand oder im Schwimmbad viel von seiner Haut zeigt, die nichtpigmentierte „Vitiligohaut“ deutlicher sichtbar wird (Kontrast) im Vergleich zu der durch die Therapie (aber auch durch die „normale“ Sonne) dunkler werdende, normal pigmentierte Haut.

Wie verhält sich ein „Vitiligo“-Patient im Sommer?

Die Therapie wird durchgeführt wie im Winter (Bestrahlung mit UV-A-Geräten in Kombination mit UV-B-Geräten).
Gelegentlich kann dabei eine UV-A-Bestrahlung durch ein Sonnenbad ersetzt werden.

Zu diesem Zweck sollte man eine deutlich begrenzte Zeit (z.B. 15-20 Minuten für jede Körperseite) die Mittagssonne (11Uhr bis 15 Uhr) nutzen und zwar ohne Sonnenschutzmittel. Ein besonderer Tip ist der, eine Sonnefilterfolie zu verwenden. Man kann damit dann auch länger an der Sonne bleiben, ohne Sonnenbrand oder sonstige übermäßige Hautbelastung. Bitte informieren Sie sich über diese Sonnen-Filter-Folie unter dem Button  "UV-Sonnenbestrahlung" !
Wenn dieses Sonnebad vorüber ist, dann sollte man sich auf jeden Fall mit einem ausreichenden Sonnenschutzmittel (auf der Vitiligo-Haut Schutzfaktor 60) schützen, soweit man weiter in der Sonne bleiben möchte, oder aber überwiegend den Schatten aufsuchen (oder T-Shirt, Sonnenhut etc.).

Was mache ich im „Urlaub an der Sonne“

Sollte der Urlaub nicht länger als 2 Wochen dauern, dann kann man in dieser Zeit sicher auf die Mitnahme eines UV-Bestrahlungsgerätes verzichten (vorausgesetzt, man kann  damit rechnen, dass die Sonne wenigstens im Schnitt alle 2 Tage scheinen wird).

Dann nutzt man die natürliche Sonne statt eines UV-Gerätes so, wie oben beschrieben.

Dauert der Urlaub deutlich länger als 2 Wochen, so kann es von Vorteil sein, sein UV-B-Gerät mitzunehmen und sich trotz Sonnenscheins alle 2 Tage die übliche kurze Zeit ( 1 bis 1 ½ Minuten) zusätzlich zur natürlichen Sonne mit UV-B bestrahlen.

Sollte dies nicht möglich sein, so ist das auch o.k. aber nicht ganz so optimal, aber eben Urlaub, den man sich natürlich gönnen sollte.

Grundsätzlich

gilt für die Sommersonne, im Urlaub oder zu Hause: Sonnenbrand vermeiden!

Dann kann auch die Sommersonne einen Beitrag zur Repigmentierung unter der Therapie leisten.