Praxis Dr. Matschurat

Therapieverlauf bei der Vitiligotherapie

und einige Anmerkungen ....


In welcher Form tritt eine Repigmentierung ein, wenn der Patient auf die Therapie anspricht?



 

Auch bei dem bisher geschilderten komplexen therapeutischen Vorgehen, beobachten wir nur ein langsames Einsetzen der Repigmentierung .

Es ist stets mit einer Latenszeit von mehreren bis zu vier Monaten zu rechnen, bevor man eine endgültige Aussage über das Ansprechen der Therapie treffen kann. Manche Patienten reagieren schon nach einem oder zwei Monaten mit einer deutlichen Repigmentierung, andere dagegen erst nach vier manche Nachzügler erst nach fünf Monaten.

 

Die Repigmentierung beginnt, wie bei allen anderen Therapien, die erfolgreich sind, stets in der Form, daß sich kleine Pigmentflecken ausbilden, die sich vergrößern, ineinander fließen, größere Flecken ergeben und im günstigen Falle letztendlich zur vollständigen Repigmentierung der betroffenen Haut führt.

 


 

Bilder oben: Unterarm war zu Beginn der Therapie von der Handwurzel bis zum Ellenbogen komplett "weiß".

Nach etwa drei Monaten zeigte sich bereits eine dichte "Streusselkuche-artige schon relativ dichte Repigmentierung.

Die gleiche Beschreibung gilt für das darüberstehende Bild der Knie und der Schienbeine.


Vitiligobehandlung: Heilung oder nur Symptomenbehandlung?



 

Abschließend muß gesagt werden, daß wir davon ausgehen müssen, daß die Vitiligo auch in den therapeutisch erfolgreichen Fällen (heute noch nicht) heilbar im eigentlichen Sinne des Wortes ist.

Insofern könne wir auch bei unserem Therapieansatz selbst bei erfolgreicher Behandlung der Vitiligo nicht von " Heilung " der Vitiligo sprechen.

 

Dies trifft zumindest für die genetisch bedingte Vitiligo zu.

Eine wirksame Behandlung wird die kosmetisch störenden aber ansonsten ungefährlichen weißen Hautareale wieder repigmentieren, möglicherweise aber nicht die Disposition unpigmentierte Hautstellen zu entwickeln „ heilen “.

 

Deshalb könnte es erforderlich sein, nach erfolgreichem Abschluß der Therapie, die verordneten Stoffe zwar in einer deutlich geringeren Dosis aber eben doch in einer Erhaltungsdosis weiter einzunehmen, oder, wenn dies aus Kostengründen nicht möglich ist, die Therapie dann wieder aufzunehmen, wenn sich nach längerer Zeit wieder Depigmentierungen einstellen sollten.

 


 

Schlußbemerkung



 

Eine Reihe der von uns angewendeten Therapeutika bei Vitiligo sind seit längerem als wirksam bekannt, auch wenn sich deren Effektivität insofern in  Grenzen hält, dass nicht 100% aller Betroffenen mit einer  befriedigenden Repigmentierung reagieren. (Bei den verschiedenen klinischen Studien zu den verschiedenen Therapie-Stoffen reagierten zwischen 40 und 60 Prozent der Behandelten mit guten Ergebnissen, aber eben nicht 100%).


Indem wir die Stoffe, die in den separaten Studien mit den jeweils erzielten guten, aber nicht 100%-tigen Ergebnissen miteinander kombinieren, erzielen wir eine bessere Responderrate (bessere Ergebnisse), als dies mit den jeweiligen Einzeltherapien erreicht werden konnte.

 

 Neben den in klinischen Untersuchungen erfolgreichen Therapiestoffe verwenden wir noch Stoffe, für die es bei Vitiligo keine unmittelbare klinischen Studien gibt, die aber von ihrem Wirkprinzip den klinisch untersuchten wirksamen Stoffen ähnlich sind und damit durch eine synergistische Wirkung, die erfolgreich eingesetzten Stoffe (eben "synergistisch") verstärken könnten.

 

Dadurch konnten wir die Ansprechquote auf die Behandlung im Vergleich zu den bisher mitgeteilten Ansprechquoten auf solche Monotherapien deutlich verbessern. Und dies nicht nur ohne Nebenwirkungen, die bei manchen anderen Therapien berichtet werden, sondern sogar unter häufig von Patienten mitgeteilten Verbesserungen des Allgemeinbefindens.


 

Ein Wort zur orthomolekularen Medizin

 



In unserer Praxis therapieren wir nach den Prinzipien der sogenannten orthomolekularen Medizin. Diese setzt essentielle Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Aminosäuren, Fettsäuren etc. therapeutisch ein. Dabei geht es zwar auch darum, eventuelle objektive Mängel in der Versorgung mit solchen Stoffen auszugleichen. Es geht aber vornehmlich auch darum, diese Stoffe in höheren Dosen einzusetzen, sodaß sie auch ohne das Vorliegen eines objektiven Defizits therapeutische d.h. "pharmakologische" Wirkungen erzeugen. Diese Bemerkung scheint mir notwendig, da heute noch viele Therapeuten der Ansicht sind, daß solche Stoffe nur dann angewendet werden sollten, wenn nachweisbare Mängel vorliegen.

 Diese Haltung lässt nach Ansicht der Orthomolekularmediziner das nachweisbare große therapeutische Potential höherer, also "pharmakologischer" Dosierungen dieser Stoffe als wirksame „Arzneimittel“ bei vielen Krankheiten und Symptomen ungenutzt.

 

Literatur zur "Orthomolekularen Medizin"

 

Demjenigen, der mehr über die "Orthomolekulare Medizin" erfahren möchte, sei das Buch „Burgersteins Handbuch Nährstoffe“ von Lothar Burgerstein im "Haug Verlag" als Lektüre empfohlen. Ein weiteres Buch, das über das Problem moderner Ernährung und die (mangelhafte) Versorgung mit essentiellen Nährstoffen in unserer Zeit berichtet ist „Postmoderne Ernährung“ von Furtmayr-Schuh im Trias Verlag. Ein Buch zum Thema orthomolekulare Medizin für Ärzte ist „Nutriologische Medizin“ von Melvyn R. Werbach im Hädecke Verlag, das auch Referenzen zur Behandlung der Vitiligo enthält. Es enthält auch alle weiteren Informationen und Quellenangaben zu allen oben aufgezeigten Mechanismen, über die ich die Wirkung der oben empfohlenen Stoffe bei Vitiligo zu erklären versucht habe, weshalb ich hier auf eine Auflistung von Quellenangaben verzichtet habe.


 

Ansosnsten gehen Sie bitte auf dieser Website auch zum Button " Studien zu Vitiligo " !